Ein gesünderes Leben ohne Nikotin!

Tipps für Ihr Wohlbefinden: ein gesünderes Leben ohne Nikotin! 

Allmählich kehren wir in unseren gewohnten Lebensrhythmus zurück. Es ist demnach Zeit für einen Neustart, und somit auch die Gelegenheit, all die schlechten Angewohnheiten, die sich in unser tägliches Leben eingeschlichen haben, ein für alle Mal loszuwerden. Genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Zigaretten loszuwerden. Das Team der CHEM-Tagesklinik und der Krebsstiftung unterstützt Sie mit ein paar Tipps auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Leben ohne Zwang!  

Ich beurteile meine Sucht 

Der erste Schritt ist es, seine tägliche Sucht zu analysieren.

Was sind die kritischen Momente?  Wann rauche ich? Rauche ich eine Zigarette aus Stress, Gewohnheit, Langeweile, in der Mittagspause oder nur auf Partys? Handelt es sich um eine physische oder psychische Sucht? Warum will ich aufhören und was ist meine Motivation?

Mit dem Fragerström-Test können Sie Ihre körperliche Abhängigkeit beurteilen.
Zigarettenabhängigkeit ist in der Regel eine Kombination aus körperlicher und psychischer/verhaltensbedingter Abhängigkeit.
Körperliche Abhängigkeit ist das Bedürfnis des Körpers, zu rauchen. Da sich der Körper an seine Nikotindosis gewöhnt hat, fällt es ihm schwer, auf Nikotin zu verzichten. Im Falle des Entzugs reagiert er mit einer Reihe von Anzeichen wie Reizbarkeit, Unruhe, niedrige Moral, Konzentrationsschwierigkeiten, Hunger. Nach 5 Tagen lassen die Entzugssymptome nach.
Psychische Abhängigkeit hingegen ist schwerer zu begreifen und hält länger an; sie bedeutet, dass man eine Zigarette braucht, um nachzudenken, sich zu entspannen oder sich einfach gut zu fühlen. 

Ich stelle meine Strategie auf

Im zweiten Schritt gilt es, eine eigene Strategie aufzusetzen.

Es gibt keine Zauberformel, die für alle funktioniert. Es gibt also nicht "die" Methode, jeder muss seinen eigenen Weg finden, der zu ihm passt. 
Jede Zigarette ist mit einem Kontext, einer Gewohnheit oder einer Emotion (Stress, Langeweile, Wut) verbunden. Aufhören zu Rauchen geht einher mit einer echten Änderung des Lebensstils und der Verhaltensänderung. Es gilt, die alten Reflexe aufzubrechen und sich neue anzugewöhnen. Mit dem Rauchen aufzuhören bedeutet eine Reihe von Methoden und Strategien zu entwickeln, die es Ihnen ermöglichen, die kleinen und großen Hindernisse des täglichen Lebens zu meistern - ohne Zigaretten. 

Der Kopf erzeugt Begehren. Erste Priorität ist es, den Kopf abzulenken. Mit welchen Mitteln gelingt es, den Kopf zum richtigen Moment abzulenken, um den Teufelskreis zu durchbrechen - Musik hören, Tee trinken, ein Spiel spielen, lesen, Yoga, Kaugummi kauen, Sport treiben oder vielleicht Spazierengehen?  

Mit dem Ende der Ausgangsbeschränkungen wird das Stressniveau für viele Menschen wieder ansteigen. Es ist wichtig, sich jetzt schon die richtigen Strategien und Methoden zurechtzulegen, um den Stress des täglichen Lebens ohne Nikotin zu bewältigen. Ziehen Sie die richtigen Lehren aus der Pandemiephase - nehmen Sie sich jeden Tag einen Moment Zeit für sich selbst, sei es durch Sport, einen Spaziergang oder ein entspannendes Bad. 

Ich bin bereit

Der letzte Schritt besteht darin, ohne Druck Ihr Datum festzulegen. Wann ist für mich der richtige Zeitpunkt aufzuhören?

Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine Lernerfahrung: So wie ein Kind, das gerade das Laufen lernt, manchmal stürzt, aufsteht, schließlich sein Gleichgewicht findet und alleine gehen kann, so braucht der Raucher auch Zeit, um zu verstehen, was ihn zum Fallen bringt, wie man aufhört zu fallen und wie man sein Gleichgewicht findet.

Die unmittelbaren Vorteile:

Nach

20 Minuten - der Blutdruck und die Herzfrequenz sind wieder normal;
8 Stunden - die Kohlenmonoxid Menge im Blut sinkt um die Hälfte und die Sauerstoffversorgung der Zellen normalisiert sich wieder:
24 Stunden - das Kohlenmonoxid im Körper ist ausgeschieden;
48 Stunden - Geschmack und Geruch kehren zurück;
72 Stunden - die Bronchien beginnen zu entspannen und die Energie steigt;
1 Jahr - die Atmung ist wieder normal und das Risiko eines Herzinfarktes halbiert;
5 Jahren - das Risiko, an Mund-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Blasen- oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, ist dasselbe wie bei jemandem, der nie geraucht hat;
10 Jahren -  das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, ist halb so hoch wie das eines Rauchers;
20 Jahren ist das Risiko wieder das eines Nichtrauchers.

Auf dem Weg zu einem Leben ohne Tabak

Die CHEM und die Krebsstiftung unterstützen Sie auf Ihrem Weg zu einem Leben ohne Tabak. In Luxemburg zählen wir etwa 1000 Todesfälle pro Jahr durch tabakbedingte Krankheiten, von denen 80 auf das Passivrauchen zurückzuführen sind. 90% der Lungenkrebserkrankungen sind auf Tabak zurückzuführen. 

Tagesklinik (Maison Schleimer) 

Das multidisziplinäre Team der CHEM-Tagesklinik begleitet Sie mit einem individuellen Therapieprojekt und hilft Ihnen bei der Analyse Ihrer Sucht, Ihres Tagesablaufs und der Umsetzung Ihrer Strategien.
Unter der Nummer 5711 - 76100 können Sie uns von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 erreichen

Fondation Cancer

Der Tobacco-Stop-Dienst der Krebsstiftung hilft Ihnen, sich auf einen Stopp vorzubereiten.

https://www.maviesanstabac.lu/contact/

(+352) 45 30 331

Fondation Cancer & Hôpital du Jour CHEM 

 

Hilfsprogramm zur Raucherentwöhnung

Das Ziel des Hilfsprogramms zur Raucherentwöhnung ist es, allen Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, eine angemessene Betreuung zu bieten. Dieses Programm wurde vom Gesundheitsministerium und dem Nationalen Gesundheitsfonds (CNS) ins Leben gerufen. Es richtet sich an alle Versicherten des CNS.

Regelmäßige Konsultationen mit dem Arzt Ihrer Wahl 

Das Raucherentwöhnungsprogramm sieht für 8 Monate regelmäßige Besuche beim Arzt Ihrer Wahl vor.
Falls erforderlich, werden für die Dauer der Behandlung Entzugsmedikamente verschrieben. Für die Registrierung muss bei der ersten Konsultation eine informierte Einwilligung des behandelnden Arztes unterschrieben werden.

Für weitere Informationen