Internationaler Schülerbesuch im „Service National d’Oxygénothérapie Hyberbare“ des CHEM

Internationaler Schülerbesuch im „Service National d’Oxygénothérapie Hyberbare“ des CHEM
Esch / Alzette
Mercredi 07 mai 2014

« Sport unter extremen Druckverhältnissen - In der Höhe und unter Wasser », mit diesem Thema befassen sich die Teilnehmer des aktuellen Projekts „Sport und Wissenschaften“, das 1994 von zwei Lehrern- André Mousset des Athénéede Luxembourg undOttmar Mengelkoch vom Friedrich Wilhelm Gymnasium Trierins Leben gerufen wurde.Ziel der Initiative ist es, junge Menschen aus den angrenzenden Nachbarländern durch Ausübung gemeinsamer spielerisch-sportlicher Aktivitäten und gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit im Sinne der europäischen Idee zusammenzuführen, um somit einen Beitrag zur Völkerverständigung und zu einem weiteren Zusammenwachsen eines im Frieden vereinten Europas zu leisten.Im Rahmen des biennalen Schülertreffens, das dieses Jahr unter der Leitung des Athénée stattfand, besuchteam 7. Mai eine zwanzigköpfige Schülergruppe den„Service National d’Oxygénothérapie Hyperbare“ des Centre Hospitalier Emile Mayrisch, grenzübergreifende Referenz für die Behandlung von Indikationen, welche eine Behandlung in einer Überdruckkammer benötigen. Nach einer aufschlussreichen Präsentation des verantwortlichen Arztes Dr Jean Uhrig, konnten sich die Schüler den Caisson Hyperbare aus der Nähe erkunden.

Hoch konzentrierter Sauerstoff bei Dekompressionsunfällen

Nico Rinaldis, Chef de département médico technique erklärte dass besonders im Tauch-und Flugsport treten sogenannte Dekompressionsunfälle auftreten.

Kommt es während einem Tauchgang oder einem Flug zu Überdruck oder zu schneller Druckentlastung, kann es im Körper zu einer Bildung von Gasblasen kommen, welche im Gewebe zu mechanischen Verletzungen führen und in Blutgefäßen eine Gasembolie bilden können. Wird ein betroffener Patient nicht schnellst möglich behandelt besteht das Risiko einer lokalen Unterbrechung der Blutversorgung. Als Folge können beispielsweise schwere Hirnschäden und Lähmungen erscheinen. Eine schnelle Therapie im so genannten „Caisson hyperbare“ wirkt dem entgegen: durch die Verabreichung von hoch konzentriertem Sauerstoff wird der Sauerstofffluss durch den Körper verbessert, Blockierungen in den Blutgefäßen durch Ansammlung von Gasen verkleinert, Ödeme durch Blutflussverminderung verringert.

Erfolgreiche Behandlungsmethode bei zahlreichen Pathologien

Als Mittel der Wahl gilt die Hyperbare Sauerstofftherapie beispielsweise auch bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Durch die Zufuhr reinen Sauerstoffs bei gleichzeitiger Anwendung von Überdruck werden Giftstoffe verdrängt und durch Sauerstoffmoleküle ersetzt. Zu den chronischen Indikationen, die im Centre National d’Oxygénothérapie Hyberbare behandelt werden gehören chronische Wundheilungsstörungen, Brandwunden, akuter Hörverlust mit und ohne Tinnitus, Wirbelsäulentrauma sowie zahlreiche andere Pathologien.

„Ich freue mich, dass wir das innovative Sportprojekt unterstützen konnten. Der gegenseitige Austausch, sowie auch das Weitergeben von Know-How ist uns sehr wichtig“, betonte Nico Rinaldis. Gerne sei man beim nächsten Projekt wieder dabei, so das CHEM. 

Revenir à la liste des communiqués

 

Chargée de Communication
Anja Di Bartolomeo

Site Esch/Alzette

Rue Emile Mayrisch
  anja.dibartolomeo@chem.lu
  communication@chem.lu