Ein neuer SAMU- Einsatzwagen im CHEM

Ein neuer SAMU- Einsatzwagen im CHEM
Esch-sur-Alzette
Vendredi 09 octobre 2020

Ein neuer SAMU- Einsatzwagen im CHEM 

Der brandneue SAMU-Einsatzwagen des CGDIS hat seinen Dienst im Centre Hospitalier Emile Mayrisch aufgenommen. 
Der „Service d'Aide Médicale Urgence“, oder SAMU, hilft zusammen mit den Rettungsteams bei medizinischen, chirurgischen und geburtshilflichen Notfällen oder bei lebensbedrohlichen Notsituationen, die eine sofortige medizinische Versorgung erfordern. Der neue Einsatzwagen des SAMU ist auf dem neuesten technischen Stand und mit der notwendigen medizinischen Ausrüstung ausgestattet, um fast alle medizinischen Notfälle versorgen zu können. 
Die SAMU-Niederlassungen befinden sich in Esch-sur-Alzette, Ettelbrück, Luxemburg-Stadt, Hesperange und Findel. Die Einsätze werden von den Operateuren der Notrufzentrale 112 geleitet. 

Es ist ein abwechslungsreicher und vor allem spannender Beruf

Die Besatzung besteht in der Regel aus zwei Personen: einem Facharzt für Anästhesie und Reanimation, sowie einem Infirmier-Anesthesiste, in Luxemburg-Stadt wird der Einsatzwagen von einem Fahrer gelenkt. Neben ihrer Mission beim SAMU, sind die Infirmier-Anesthesistes aber ebenso in der Notaufnahme und im OP des CHEM tätig. 

Das SAMU-Team im CHEM setzt sich auf 14 Infirmier-Anesthesistes sowie 19 Fachärzten zusammen. „Es ist ein abwechslungsreicher und vor allem spannender Beruf.“, so Myriam Welliong, Chefin der Anesthesie-HBO-SAMU-SDR. Der SAMU im
CHEM ist 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen der Woche für unsere Patienten im Einsatz. 

Jeder Tag ist anders 

Dr. Guy Loos ist Facharzt für Anästhesie und Reanimation. Er nahm 1985 als Medizinstudent an den ersten SAMU-Missionen teil. Derzeit ist er der Basisleiter des SAMU Esch, Myriam Welliong ist die stellvertretende Leiterin. Er gibt uns Einblicke in seinen Arbeitsalltag. 

Wieviel Einsätze fahren Sie am Tag? 

Wir fahren im Durchschnitt 9-15 Einsätze am Tag. Jeder Tag ist unterschiedlich. An einem ruhigen Tag im Sommer können es nur drei Einsätze sein, im Winter fahren wir dann bis mittags schon 9 Einsätze. Wir sind mit dem Einsatzwagen autonom und können drei bis vier Einsätze hintereinanderfahren. In der Regel fahren wir den Patienten ins nächstgelegene Krankenhaus, Ausnahmen gibt es bei Kindern oder bei spezifischen Notfällen, bei welchen wir das jeweilige nationale Zentrum anfahren. 

Was sind die häufigsten Einsätze? 

Die häufigsten Eingriffe sind auf Herzprobleme, unspezifische Beschwerden und Bewusstseinsverlust zurückzuführen.
Traumata (Unfälle) sind weniger häufig. Der entscheidende Punkt sind genaue Informationen; wir sind in engem Austausch mit den Operateuren der Zentrale des 112. Je genauer die Informationen sind, desto besser können wir uns vorbereiten und reagieren. Für Personen, die den Notruf 112 anrufen und sich in einer starken Stresssituation befinden, ist es schwierig, die gesamte Situation zu erfassen und weiterzugeben, insbesondere wenn es sich bei der in Not geratenen Person um ein Familienmitglied handelt. Polytraumata und Interventionen bei Kindern sind für uns besonders belastend. Auf dem Weg zu diesen Missionen bereiten wir uns auf alle Eventualitäten vor. Die Anwesenheit einer Hebamme, die uns bei Schwangerschaftsproblemen oder einer bevorstehenden Geburt begleitet, hilft uns oft. Wir verlassen das Krankenhaus jedes Jahr für etwa zehn Entbindungen außerhalb des Krankenhauses. 

Regt man sich nach so langer Zeit noch immer über den Straßenverkehr auf? 

Ja. Wir haben selten Probleme auf der Autobahn, und die Rettungsgasse funktioniert gut. Aber in den Stadtzentren ist es schwieriger; während einige Fahrer uns nicht sehen und/oder nicht hören können, geraten andere in Panik, machen einen kompletten Stopp, wissen nicht, wohin sie fahren sollen und halten schließlich an der schlechtesten Stelle an.

Revenir à la liste des communiqués